Jenseits von Barrieren: Toyotas robotischer Stuhl und die Zukunft der Bewegungsfreiheit

Bei Goman ist es unsere tägliche Mission, Umgebungen—beginnend mit dem Badezimmer—sicher, funktional und würdevoll zu gestalten. Heute möchten wir jedoch für einen Moment die eigenen vier Wände verlassen und den Blick auf den Horizont globaler Innovation richten, wo Technologie das Konzept von Bewegung neu definiert.
Auf der jüngsten Japan Mobility Show 2025 wurde ein Prototyp vorgestellt, der wie aus einem Science-Fiction-Film wirkt, aber ein äußerst konkretes Bedürfnis adressiert: Toyotas Walk Me.
Wenn Beine Räder ersetzen
Über Jahrzehnte hinweg blieb der Rollstuhl seinem Namen treu. Doch was passiert, wenn das Gelände feindlich wird? Stufen, unebene Gehwege oder kleine Höhenunterschiede können schnell zu unüberwindbaren Barrieren werden.
Toyota hat sich entschieden, das Rad-Paradigma zu hinterfragen und sich von der Natur inspirieren zu lassen. Walk Me rollt nicht—er geht. Dank vier robotischer Gliedmaßen analysiert dieser Stuhl seine Umgebung mithilfe von LiDAR- und Radarsensoren, „erklimmt“ Treppen und passt seine Standfläche an jede unebene Oberfläche an. Er ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern eine Erweiterung des menschlichen Willens.
Eine Synthese aus Stabilität und Design
Die Technologie hinter Walk Me spiegelt viele der Prinzipien wider, die wir bei der Gestaltung unserer Hilfsmittel anwenden:
- Dynamisches Gleichgewicht: Fortschrittliche Algorithmen balancieren das Gewicht des Nutzers in Echtzeit und sorgen selbst auf steilen Hängen oder unwegsamem Gelände für Stabilität.
- Intuitive Benutzeroberfläche: Dank Künstlicher Intelligenz kann der Stuhl über einfache Sprachbefehle gesteuert werden („geh in die Küche“, „schneller“), wodurch körperliche Anstrengung auch für Personen mit eingeschränkter Arm- und Handbeweglichkeit entfällt.
- Adaptive Ergonomie: Der Sitz ist so gestaltet, dass er den Körperlinien folgt und zeigt, dass Ästhetik und Komfort mit maximaler Funktionalität vereinbar sind.
Die Goman-Vision: Räume, die sich dem Menschen anpassen
Es gibt einen tiefen Zusammenhang zwischen der Sicherheit, die wir für den statischen Raum des Badezimmers entwickeln, und der Bewegungsfreiheit in den dynamischen Räumen der Stadt: die Idee, dass sich die Umgebung an den Menschen anpassen sollte—nicht umgekehrt.
In Italien leben 2,9 Millionen Menschen mit schweren Einschränkungen in alltäglichen Aktivitäten (ISTAT 2025). Angesichts einer alternden Bevölkerung (7,2 % der Italiener haben täglich große Schwierigkeiten beim Gehen) kann Barrierefreiheit nicht länger als „Option“ betrachtet werden, sondern als tragende Säule modernen Designs. Während wir bei Goman daran arbeiten, alltägliche Handlungen der Selbstfürsorge sicherer zu machen, zeigt uns Toyotas Innovation, wie inklusives Design auch außerhalb des Hauses jede verbleibende architektonische Barriere überwinden kann.
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